Am Weihnachtstag kommt die Zeit der Knieperdachse

In Buchholz pflegt man am Heiligabend einen alten Brauch

... Buchholz ist erstens ein natürliches Ziel. Hier endet der Müritzarm nach malerischen Verrenkungen durch Wiesen, nach Durchschlüpfen mit einsamen Buchten und schilfigen Ufern, an denen strohgedeckte Datschen die Wende verschlafen haben. Buchholz ist aber auch, zweitens, ein lohnendes Ziel:

Wenn die Familien im Dorf daran gehen, die Weihnachtsbescherung vorzubereiten, ziehen sich sechs Männer um. Die Zeit der Knieperdachse in Buchholz beginnt. Vier der Männer steigen in lange weiße Unterwäsche. Entsprechend ihrer Kleiderordnung setzen sie einen hohen spitzen Hut auf. Der fünfte verwandelt sich zum Weihnachtsmann. Der sechste kriecht unter ein weißes Tuch und trägt ein Geweih. So verwandelt, stellt Andre Maaß einen Ziegenbock dar. Und wie nutzen die Knieperdachse die ihnen gegebene Zeit? Sie ziehen von Haus zu Haus, wünschen ein frohes Fest und bitten um eine milde Gabe. Die Männer lassen einen alten Brauch weiterleben, sich in Buchholz seit 1870 gehalten hat. Ohne Unterbrechung.

Höllischer Lärm

In Buchholz pflegt man am Heiligabend einen alten Brauch

... Buchholz ist erstens ein natürliches Ziel. Hier endet der Müritzarm nach malerischen Verrenkungen durch Wiesen, nach Durchschlüpfen mit einsamen Buchten und schilfigen Ufern, an denen strohgedeckte Datschen die Wende verschlafen haben. Buchholz ist aber auch, zweitens, ein lohnendes Ziel:

Wenn die Familien im Dorf daran gehen, die Weihnachtsbescherung vorzubereiten, ziehen sich sechs Männer um. Die Zeit der Knieperdachse in Buchholz beginnt. Vier der Männer steigen in lange weiße Unterwäsche. Entsprechend ihrer Kleiderordnung setzen sie einen hohen spitzen Hut auf. Der fünfte verwandelt sich zum Weihnachtsmann. Der sechste kriecht unter ein weißes Tuch und trägt ein Geweih. So verwandelt, stellt Andre Maaß einen Ziegenbock dar. Und wie nutzen die Knieperdachse die ihnen gegebene Zeit? Sie ziehen von Haus zu Haus, wünschen ein frohes Fest und bitten um eine milde Gabe. Die Männer lassen einen alten Brauch weiterleben, sich in Buchholz seit 1870 gehalten hat. Ohne Unterbrechung.